Antizyklische Werbung mit Türchenkalendern, clever umgesetzt!

Bevor der erste Adventskalender in gedruckter Form auf den Markt kam, gab es viele Vorläufer. Es wurden 24 Weihnachtsbilder ans Fenster gehängt, 24 Kreidestriche Tag für Tag weggewischt, 24 weihnachtliche Motive hängten Kinder an kleine Bäumchen oder ein Christuskind wurde täglich auf einer Art Himmelsleiter Stufe für Stufe nach unten gestellt. Alle Ideen sollten die Wartezeit für Kinder vor dem 24. Dezember verkürzen und später auch durch kleinere Leckereien versüßen.

Der Adventskalender und seine Entstehung

Die erste Geschichte erzählt von einer Entstehung des ersten Adventskalenders im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum. 1902 erschien durch eine Hamburger Buchhandlung eine gedruckte Form eines „Adventskalenders“. Dieser sah dem heutigen jedoch noch nicht ähnlich, sondern war in Uhrenform, hier gefunden.

Die zweite Geschichte erzählt von Gerhard Lang, der Anfang des 20. Jahrhunderts den ersten fensterlosen Adventskalender entwickelt hat. Diesen haben wir hier entdeckt. Er hatte zwei bedruckte Seiten mit Zahlen, Versen und Bildern, wobei täglich ein Bild auf eine Zahl geklebt wurde.

 

Der erste gedruckte Kalender mit Türchen

Ab 1908 erschienen viele Varianten dieser ersten Form des Adventskalenders im Verlag Reichhold & Lang. In diesen Jahren erschien auch die heutige Form mit 24 Türchen zum Öffnen, der hier ausführlich beschrieben wird. In nachfolgenden Jahren war der Adventskalender in großen Teilen Deutschlands bekannt geworden. Nach einem kurzen Verbot gedruckter Adventskalender während des 2. Weltkrieges wurde er nach dem Krieg von den ersten Betrieben wieder gedruckt. Der Adventskalender mit den typischen Türchen wurde in den folgenden Jahren in anderen Ländern wie USA und Großbritannien immer bekannter. Heute wird er weltweit millionenfach gedruckt, in flacher Form oder als gefüllte Variante.

Seit seiner Erfindung gibt es den Adventskalender in unzähligen Formen, der Sinn hinter ihm, die Wartezeit der Menschen in der Vorweihnachtszeit zu verkürzen, ist aber bis heute gleich geblieben, oder doch nicht?

 

Früher nur zur Adventszeit – heute ein ganzjähriges Marketingtool

Wir bei Kip haben den gedruckten Adventskalender zwar nicht erfunden, aber heute produzieren wir im Spätsommer jeden Jahres mehrere hunderttausend Türchenkalender in verschiedensten Formaten und Ausführungen. Spezielle Varianten verkürzen dabei nicht nur die Wartezeit in der Vorweihnachtszeit.

Unsere gedruckten Osterkalender mit 31 Türchen oder auch unser Countdown-Kalender mit einer individuellen Anzahl an Türchen zählen heute zu den außergewöhnlichen Türchenkalendern, die das ganze Jahr über zu ganz speziellen Anlässen eingesetzt werden können. Unsere Countdown-Kalender funktionieren in umgekehrter Reihenfolge. Das Türchen mit der höchsten Zahl wird zuerst geöffnet und das Törchen mit der niedrigsten Ziffer ganz zuletzt am Ende des Countdowns. Typischerweise können Sie diese Countdownkalender für Kinostarts, Neueröffnungen, Uraufführungen oder andere festliche oder geschichtliche Events einsetzen.

„Der Adventskalender ist ein echter Klassiker im Bereich der gedruckten Kommunikation. Seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit der Beratung und dem Vertrieb der Türchenkalender in verschiedensten Ausführungen. Realisiert wurden die verrücktesten Versionen wie z.B. ein Adventskalender für einen SaunaClub, Törchenkalender mit Adresspersonalisierung als Mailing, unzählige Sponsorenkalender für Lions und Rotary Clubs, Türchenkalender mit 1.800.000 verschiedenen Codierungen oder auch Kalender mit Rubbeletiketten als Gewinnspiel. Trotz der zunehmenden Digitalisierung sind gedruckte Türchen-/ Adventskalender ein schönes und unverzichtbares Tool, um die Vorfreude zu steigern und die Wartezeit zu reduzieren – davon bin ich überzeugt!“ Nico Plassmann


Die Autoren

Das KIP Blogger Team berichtet über aktuelle Trends, neue Produkte und technische Möglichkeiten aus dem Bereich der Druckindustrie.

Björn Kleine-Döpke &
Nico Plassmann

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